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Bildungs- und Erholungseinrichtung des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e.V.

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Berichte vergangener Veranstaltungen


Bericht von der ersten kulinarischen und musikalischen Adventswoche in der Aura-Pension "Villa Rochsburg"

Zehn Teilnehmer aus mehreren Bundesländern trafen sich vom Dienstag, den 28.11.17 bis Montag, den 04.12.17 zu der im Anschluss an die traditionelle Handarbeits- und Bastelwoche neu aufgenommenen Veranstaltungsreihe. Gemeinsam wollten wir uns in diesen Tagen auf eine der schönsten Zeiten des Jahres einstimmen.

Dienstag, 28.11.17
Bis zum späten Nachmittag waren alle Gäste angereist.
Die Tage begannen mit einem gemeinsamen Abendessen um 18:00 Uhr. Im Anschluss daran wurden wir von der stellvertretenden Einrichtungsleiterin, Frau Hippold, mit einem Gläschen Sekt begrüßt. Nachdem sich jeder kurz mit seinem Namen und dem Wohnort vorgestellt hatte, erhielten wir nähere Informationen zum Programm.

Mittwoch, den 29.11.17
Wer noch kein passendes Weihnachtsgeschenk hatte, der konnte am Vormittag unter fachkundiger Anleitung ein kleines Körbchen flechten. Gefragt war bei dieser Arbeit eine gute Fingerfertigkeit. Voller Freude berichteten uns einige Teilnehmer beim Mittagessen, dass sie als Erinnerung an diese Woche ein selbst hergestelltes Produkt mit nach Hause nehmen konnten. Alternativ wurde für alle, die sich nicht für Basteln interessierten, ein gut einstündiger begleiteter Spaziergang durch das Dorf angeboten. Nach einer ausgiebigen Mittagspause trafen wir uns am Nachmittag im Clubraum. Neben den reichlich in dieser Zeit angebotenen kulinarischen Spezialitäten gab es einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die bevorstehende Adventszeit. Familie Krauß aus Marburg hatte sich dankenswerterweise bereit erklärt, die musikalische Ausgestaltung dieser Woche zu übernehmen. Damit alle bei den bekannten Weihnachtsliedern mitsingen konnten, hatte Familie Krauß die Texte für uns, je nach Wunsch, in Punkt- und Schwarzschrift ausgedruckt. Umrahmt wurde dieser Nachmittag mit weihnachtlichen Geschichten, vorgetragen von Frau Krauß und, passend zu dieser Zeit, mit Liedern aus dem Erzgebirge.

Donnerstag, den 30.11.17
Es stand ein Ausflug zum Leipziger Weihnachtsmarkt auf dem Programm. Gegen 09:30 Uhr hatten alle Gäste in den beiden Hausbussen Platz genommen. Erste Zwischenstation war der Bahnhof in Geithain. Von dort aus wurde die Fahrt fortgesetzt mit dem Zug. Das Glück war uns heute hold, denn die S-Bahn, mit der wir auf direktem Weg bis zum Leipziger Markt fahren wollten, fiel aus. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir den Zug, der stündlich auf der Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig verkehrt. Das bedeutete, dass wir den Weg vom Hauptbahnhof zu Fuß bis zum Weihnachtsmarkt zurücklegen mussten. Dort angekommen, entschieden sich die Organisatoren, in kleineren Gruppen durch das weitläufige Areal zu gehen, denn jeder von uns hatte unterschiedliche Bedürfnisse bzw. war es einigen wichtig, noch ein Weihnachtsgeschenk zu besorgen. Möglich war das, weil genügend Begleiterinnen mit nach Leipzig fuhren.
Am frühen Nachmittag trafen wir uns an der S-Bahn-Station des Leipziger Marktes, um gemeinsam zurück in unser Quartier zu fahren. Aufgrund der zahlreichen Eindrücke waren wir alle etwas müde.

Freitag, den 01.12.17
Weil unter den 10 Personen 6 dabei waren, die über keinen Sehrest mehr verfügen, wurden am Vormittag und dem frühen Nachmittag vom Haus begleitete Spaziergänge durch Rochsburg angeboten.
Ein echtes Highlight erwartete uns am Abend. Gegen 16:00 Uhr nahm uns Herr Petzold, der vielen Stammgästen des Hauses bekannt ist, in Empfang. Ziel war das kleine Städtchen Gehlenau. Von Rochsburg aus fuhren wir zunächst bis Penig, danach weiter auf der A72 bis Chemnitz und von dort aus ging es auf der B95 hinauf ins Erzgebirge. Unterwegs gab uns der Busfahrer immer reichlich Erläuterungen zum Streckenverlauf. Nach gut einstündiger Fahrt hatten wir das Café, wo der Hutzenabend stattfand, erreicht. Mit einem Glockenschlag um 18:00 Uhr begann der Abend. Begrüßt wurden wir vom Team des Cafés mit dem Lied: "Heit is dor Heilche Omd, Ihr Leit". Wir erlebten in den darauf folgenden vier Stunden einen 24. Dezember, wie er traditionell seit vielen Generationen in den meisten Familien im Erzgebirge begangen wird. Gereicht wurde uns ein neunerlei Essen. Dieses Bestand aus Brot und Salz, Semmelmilch, Linsensuppe, Sellerie und Rote Beete; als Hauptgang wurden uns grüne Klöße, Sauerkraut und Bratwurst serviert, und zu guter Letzt gab es ein Eisdessert mit Heidelbeeren. Bevor die einzelnen Gänge gereicht wurden, erläuterten uns die Gastgeber die besonderen Bräuche, wie sie zu früheren Zeiten im Erzgebirge üblich waren. Der Abend endete gegen 22:00 Uhr mit der Rückfahrt nach Rochsburg.

Samstag, 02.12.17
Den Vormittag konnte jeder Gast individuell gestalten. Weil es an allen Tagen trocken war und wir am Abend zuvor reichlich zu essen bekamen, entschlossen sich einige zu Bewegung an frischer Luft.
Nach dem Mittagessen fuhren wir mit den beiden Hausbussen bis zum Reiterhof Seelitz. Dort war für uns eine gut einstündige Kremserfahrt bestellt. Zum Schutz vor der Kälte galt es, sich warm anzuziehen. Damit auch die Füße gut geschützt waren, wurden vom Personal des Hauses reichlich Decken und Glühwein mitgenommen, der uns während der Kremsertour angeboten worden ist. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Wechselburg in eine Bäckerei. Dort ließen wir uns die bereitgehaltenen Kaffee- und Kuchenspezialitäten schmecken. Rechtzeitig vor dem Abendbrot kehrten wir ins Haus zurück, so dass ausreichend Zeit war, um den individuellen Bedürfnissen nachgehen zu können.
Eine weitere Auflage des musikalischen Teils, verbunden mit weihnachtlichen Geschichten, gab es an diesem Abend ab 20:00 Uhr.

Sonntag, 03.12.17, erster Advent
Gegen 10:00 Uhr saßen alle Gäste in den beiden Hausbussen. Die Fahrt führte uns nach Chemnitz, wo in der Stadthalle eine Ausstellung mit erzgebirgischer Volkskunst betrachtet werden konnte. Wir hatten die Möglichkeit, uns einen Eindruck von all den Dingen zu verschaffen, durch welche diese Region in aller Welt bekannt geworden ist. Zu sehen waren Räuchermänner, Pyramiden in unterschiedlicher Größe, geschnitzte Figuren und geklöppelte Erzeugnisse.
Dank der Zugänglichkeit aller Aussteller durften wir alle Produkte anfassen, so dass sich auch ein blinder Mensch ein „Bild“ von diesen Künsten machen konnte.
Wegen des dichten Gedränges entschlossen sich unsere Begleiter, die Gruppe zu teilen. Nachdem wir uns auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt kulinarisch verwöhnen ließen und auf der Rückreise unterwegs in einem Café Halt machten, kehrten wir am frühen Nachmittag in die Villa zurück. Die Meisten packten ihren Koffer, denn am nächsten Tag hieß es für uns Abschied nehmen von der behaglichen Atmosphäre und den schönen Annehmlichkeiten, die das Haus bietet.

Montag, den 04.12.17
Nach dem Frühstück reisten alle Teilnehmer individuell in ihre Heimatorte zurück.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen auf diesem Weg ein ganz herzliches Dankeschön bei den engagierten Mitarbeiterinnen des Hauses für die ausgezeichnete Organisation, so dass uns die Tage noch lange in sehr angenehmer Erinnerung bleiben werden.
Nicht genug hervorgehoben werden kann, dass alleinanreisende blinde Gäste sowohl im Haus sowie auf den angebotenen Ausflügen aller bestens betreut werden, so dass das Mitbringen einer Begleitperson nicht vorausgesetzt wird, um eines der vielfältigen Angebote im Jahresprogramm unserer Begegnungs-, Beratungs- und Erholungsstätte im Muldental wahrnehmen zu können.
Selbstverständlich kam auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch unter den Gästen nicht zu kurz.

aufgestellt
Dietmar Mehnert mit freundlicher Unterstützung durch Manfred Krauß






Bericht über die Handarbeits- und Bastelwoche in der Aura-Pension "Villa Rochsburg"
ein Bericht von Martina Halang

Vom 20.11. bis 26.11.17 trafen sich 15 handarbeitswillige Teilnehmer in unserer Begegnungs-, Beratungs- und Erholungsstätte.
Nach der Begrüßung durch die Einrichtungsleiterin, Frau Friedemann, erfuhren wir, was uns in dieser Woche erwarten wird.

Am Dienstag Vormittag machten wir uns mit 2 Kleinbussen auf nach Kohren-Sahlis zur Töpferei Müller. Dort stellten wir aus Ton Teelichtkerzenhalter her. Natürlich konnten wir diese noch nicht mitnehmen, weil sie noch glasiert und gebrannt werden mussten.
Am Nachmittag konnten Glückwunschkarten und kleine Geschenkboxen gestaltet werden.

Am Mittwoch wurden wir mit einer neuen Arbeitstechnik, dem Flechten von Körben, vertraut gemacht. Das gelang unterschiedlich gut. Fast jeder konnte sich ein fertiges Körbchen mit nach Hause nehmen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung.

Am Donnerstag fuhren einige mit den hauseigenen Bussen nach Weiditz in die Natur- und Bastelstation. Dort wurde aus Naturmaterial verschiedenster Art Weihnachtsdeko hergestellt.
Am Nachmittag fuhren wir nach Niederfrohna in eine Kerzengießerei. Dort wurden mit Unterstützung Schwimmkerzen hergestellt. Es gab verschiedene Gießformen aus Silikon, in die das farbige flüssige Wachs gegossen wurde. Außerdem konnten wir fertige Kerzen käuflich erwerben.

Am Freitag stand das obligatorische Filzen mit Frau Zeiger auf dem Programm. Am Nachmittag musste das Programm geändert werden, weil der Gärtner leider nicht kommen konnte.

Am Samstag fuhren wir in die Weihnachtswelt nach Strocken. Nach dem Mittagessen hatten wir die Möglichkeit, uns etwas umzuschauen und Einkäufe zu tätigen. Danach konnten wir noch eine Theatervorstellung besuchen.

Wir hatten ausreichend freie Zeit, um Freundschaften aufzufrischen oder neue zu beginnen. Natürlich wurde von einigen auch noch an den Abenden gewerkelt.

So ging eine schöne, interessante Woche wieder viel zu schnell vorüber.

Auf diesem Weg sagen wir noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön bei den engagierten Mitarbeiterinnen des Hauses, die auch in diesem Jahr wieder für bestmögliche Rahmenbedingungen sorgten.






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