Tag der offenen Tür

15.06.2019 (Autor: Dietmar Mehnert)

Auch 2019 wurde der mittlerweile alljährlich stattfindende Tag der offenen Tür für unsere Aura-Pension, nicht zuletzt dank dessen, dass in allen Medien dafür geworben wurde, zu einem vollen Erfolg.

In diesem Jahr kamen bei ab den Mittagsstunden herrschender schwüler Hitze an die 110 Besucher nach Rochsburg. Damit konnte der Rekord aus dem Jahr 2018 nicht ganz erreicht werden.

Nachdem die letzten Gäste gegen 11:15 Uhr eintrafen, begann der offizielle Teil. Zunächst wurde jedem Gast vom Haus zur Begrüßung ein Gläschen Sekt gereicht. Danach traten Frau Friedemann, der Landesvorsitzende des BSVS, Thorsten Gruner und der Vorsitzende des Fördervereins, Dieter Mertens, vor das Mikrofon.

Alle Redner brachten ihre ganz besondere Freude darüber zum Ausdruck, dass auch in diesem Jahr so viele Besucher einen zum Teil auch etwas weiteren Weg bis Rochsburg auf sich nahmen.

Herr Gruner und Herr Mertens nutzten die Gelegenheit, um allen Organisatoren, die nunmehr schon seit vielen Jahren zum guten Gelingen dieses Tages beitragen, ein ganz herzliches Dankeschön zu sagen.

Weil sich dieser Tag längst zu einem Tag der Begegnung zwischen blinden und sehbehinderten Menschen aus allen Teilen unseres Freistaates und darüber hinaus etabliert hat und im Vordergrund die Unterhaltung bzw. der gegenseitige Erfahrungsaustausch steht, wird seit einigen Jahren auf einen kulturellen Teil am Vormittag verzichtet.

Nach den Grußansprachen gingen die Mitarbeiterinnen des Hauses von Tisch zu Tisch, um die Bestellungen für das Mittagessen aufzunehmen. Selbstverständlich bekamen all jene, die keine Begleitung dabei hatten, die Speisekarte vorgelesen. Angeboten wurden zur Mittagszeit Grillspezialitäten, wahlweise mit hausgemachtem Kartoffelsalat oder Brot sowie die begehrten sächsischen Speckfettbämmen.

Ebenfalls zu einer guten Tradition dieses Tages gehört ein ca. einstündiger Auftritt der Kuchenlunzener Blasmusikanten sowie die Präsentation von Hilfsmitteln für den Alltag und zur Gestaltung der Freizeit durch das Landeshilfsmittelzentrum.

Darüber hinaus konnten die Besucher selbst hergestellte Marmelade oder Honig an einem weiteren Stand käuflich erwerben.

Zudem bieten die Organisatoren den zahlreich anreisenden Besuchern aus nah und fern jedes Jahr eine weitere Attraktion an. War es 2018 die Schokoladenmanufaktur, die mit einem Stand vertreten gewesen ist, so konnten dieses Mal eigens angefertigte Laubsägearbeiten und Kunstgewerbeartikel bestaunt oder auch käuflich erworben werden. Vom Förderverein der Rochsburger Einrichtungen für blinde und Sehbehinderte Menschen wurde eine Tombola vorbereitet. Dessen Erlös kommt ausschließlich der Villa zugute.

Ferner konnten sich Interessenten an einem Mobil einen kleinen Einblick zur Arbeit von Funkamateuren verschaffen.

Wer wollte, der konnte ab 13:30 Uhr an einer Führung durch unsere Einrichtung und um 14:00 Uhr im benachbarten Seniorenheim teilnehmen.

Je nach Wunsch wurden am frühen Nachmittag vom Personal des Hauses Eisbecher oder wahlweise hausgebackener Kuchen gereicht.

Weil sich die Meisten wegen der an den Wochenenden zum Teil ungünstigen Verkehrsanbindungen kurz vor 15:00 Uhr auf die Rückreise in ihre Heimatorte begeben mussten, endete der offizielle Teil gegen 14:30 Uhr.

Wem es zeitlich möglich war oder wer eines der begehrten Zimmer im Haus gebucht hatte, konnte den Tag gemeinsam mit anderen Gästen bei bestem Sommerwetter bis weit in den späten Abend hinein gemütlich ausklingen lassen.

Auch im kommenden Jahr wird es eine Fortsetzung dieser bewährten Veranstaltungsreihe geben. Der Termin im Jahr 2020 wird, versehen mit einer Einladung, selbstverständlich rechtzeitig in allen Medien, einschließlich der sozialen Netzwerke, bekannt gegeben.

Darüber hinaus können Sie gern unsere Begegnungs-, Beratungs- und Erholungsstätte im Muldental auch zu einer der im Jahresprogramm vielfältig angebotenen Veranstaltungen, Seminare und Themenwochen besuchen – garantiert ist für jeden etwas Passendes dabei.

Himmelfahrt in der Villa Rochsburg

29. Mai – 2. Juni 2019 (Autor: Dietmar Mehnert)

Nach wie vor erfreut sich diese Veranstaltungsreihe einer großen Beliebtheit, denn mit 19 Teilnehmern aus vier Bundesländern  war gegenüber dem vergangenen Jahr eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Das bedeutete, dass alle Zimmer des Hauses von Mittwoch bis zum Sonntag ausgebucht waren.

Entsprechend den Wünschen, die von den Gästen bei den jeweiligen Auswertungen  unterbreitet werden, wird von der Pensionsleitung ein zünftiges und unterhaltsames Programm geplant und organisiert.

Mittwoch, 29. Mai

Bis zum späten Nachmittag waren alle Gäste angereist.

Gegen 17:00 Uhr wurden wir von der Einrichtungsleiterin, Frau Anita Friedemann, auf das Herzlichste willkommen geheißen.

Nachdem sich jeder kurz mit seinem Namen und dem Wohnort vorgestellt hatte, gab Frau Friedemann nähere Informationen zum Programm, das jedem Gast mit der Reservierungsbestätigung zugegangen ist.

Mit der traditionellen Hymne „Lustig, lustig Ihr lieben Brüder“ wurden die Himmelfahrtstage 2019 eröffnet.

Donnerstag, 30. Mai (Christi Himmelfahrt)

Im Programm heißt es:

„Heute unternehmen Sie einen  Ausflug ins Erzgebirge zur Talsperre Lichtenberg.“

Nach einem, wie an jedem Morgen, reichhaltigen Frühstück, besteigen wir gegen 10:00 Uhr den komfortablen Reisebus von Herrn Petzold – den Stammgästen des Hauses ist er bestens bekannt.

Die Fahrt führt uns von Rochsburg aus auf der B95 bis Penig. Dort fahren wir weiter auf der A72 bis zum Autobahnkreuz Chemnitz. Wir biegen ab auf die A4. Von Freiberg aus geht es per Straße hinauf in das Osterzgebirge bis zu unserem Tagesziel, das wir nach gut zweistündiger Fahrt erreichen.

Rechtzeitig zur Mittagszeit kommen wir im  Ausflugslokal „Zum singenden Wirt“, an.

Auf das Mittagessen brauchten wir nicht lange warten, denn dieses hatte Frau Friedemann bereits in der Gaststätte telefonisch vorbestellt, so dass uns vor der nachmittäglichen Unterhaltung genügend Zeit zu einem Spaziergang bis zur nahegelegenen Staumauer der Talsperre, die, wie wir erfuhren, ausschließlich der Trinkwasserversorgung dient, blieb. Errichtet wurde diese in den Jahren 1966 bis 1975.

Ab 14:00 Uhr erfreuten wir uns an einem rund 90-minütigen Kulturprogramm, das vom Inhaber der Gaststätte präsentiert wurde. In dieser Zeit unternehmen wir eine musikalische Reise, angefangen vom Erzgebirge und danach weiter durch viele bekannte Regionen unseres Landes.

Im Anschluss daran wird jedem Gast ein Kaffeegedeck gereicht.

Gut gelaunt fahren wir gegen 16:30 Uhr zurück in unser Quartier,

Unterwegs stimmen alle Gäste bei unserer traditionellen Hymne wieder kräftig mit ein.

Freitag, 31. Mai

Heute fahren wir mit den beiden Hausbussen gegen 10:00 Uhr zur Sächsischen Landesgartenschau nach Frankenberg.

Zunächst führt uns die Reise von Rochsburg aus auf der B95 bis Penig, danach weiter auf der A72 bis Chemnitz und die letzten Kilometer bis zu unserem Ziel auf der A4.

Gegen 11:00 Uhr wurden wir von einer fachkundigen Führerin begrüßt. Sie begleitete uns ca. eine Stunde durch die „Paradiesgärten“, gelegen im Mühlbachtal inmitten des Zentrums dieses kleinen Städtchens. In dieser Zeit erfuhren wir viel Wissenswertes zur Geschichte von Frankenberg.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen blieb uns am Nachmittag noch ausreichend Zeit, um die vielfältige Blumenpracht zu bestaunen oder eine Rundfahrt mit der Gartenbahn durch das weitläufige Areal zu unternehmen.

Gegen 17:00 Uhr kehrten wir nach Rochsburg zurück. Wer wollte, konnte vor dem Abendessen bei herrlichstem Frühsommerwetter noch eine Runde durch das Dorf laufen oder es sich auf der Terrasse des Hauses gemütlich machen.

Samstag, 1. Juni 2019

Heute fahren wir mit dem beiden Hausbussen am Vormittag zunächst bis zum bekannten Ausflugslokal „Lindenvorwerk“. Dort werden wir vom Fahrer des Kohrener Landexpresses – es handelt sich um einen kleinen Traditionszug – erwartet. Mit ihm sind wir ca. eine Stunde unterwegs bis Fockendorf. Er hat sich bestens auf unsere Bedürfnisse eingestellt, denn wir bekommen zahlreiche Erläuterungen zum Streckenverlauf.

Zur Mittagszeit kehren wir ein in der am dortigen Stausee gelegenen Gaststätte. Bevor wir am frühen Nachmittag in unsere Unterkunft zurückfuhren–Kaffee-, Kuchen- und Eisspezialitäten werden uns heute im Haus serviert – bestand noch die Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang.

Einer guten Tradition dieses langen Wochenendes folgend, werden wir gegen 18:00 Uhr zu   einem Grillabend eingeladen. Das Wetter ließ es auch am letzten Abend unseres Aufenthaltes zu, dass wir lange draußen sitzen und die Tage gemütlich ausklingen lassen konnten.

Sonntag, 2. Juni

Heute heißt es für die meisten Gäste nach noch lange in angenehmer Erinnerung bleibenden schönen und erlebnisreichen Tagen Abschied zu nehmen von den Annehmlichkeiten des Hauses sowie der behaglichen und familiären Atmosphäre, an der sich die Besucher unserer Begegnungs-, Beratungs- und Erholungsstätte im Muldental immer wieder aufs Neue erfreuen können.

Bevor die Rechnungen im Büro beglichen wurden, nutzte Frau Friedemann am Morgen die Gelegenheit zu einer Auswertung. Von allen Gästen gab es ein durchweg positives Resümee.

Unterbreitet wurden eine Reihe von Vorschlägen zur Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr.

Die meisten Gäste reisten im Laufe des Vormittags bzw. im Anschluss an das Mittagessen ab.

Wie bei allen der im Jahresprogramm vielfältig angebotenen Veranstaltungen oder Seminare, kam der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern nicht zu kurz.

Nicht genug hervorgehoben werden kann, dass alleinanreisende blinde Personen, nicht zuletzt auch dank des ehrenamtlichen Engagements einiger Helfer/innen, sowohl im Haus als auch bei den von der Pensionsleitung angebotenen Ausflügen, bestens betreut werden.

Ein herzliches Dankeschön, und ich denke, im Namen aller Teilnehmer sprechen zu dürfen, sagen wir dem engagierten Team des Hauses, das wieder für ausgezeichnete Rahmenbedingen während dieser Tage sorgte.